Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit in den sudetendeutschen Gebieten

vom  12. Februar 1938.

Auf Grund des Gesetzes über die Wiedervereinigung der sudetendeutschen Gebiete mit dem Deutschen Reich vom 21. November 1938 (RGBl. I. S. 1641) wird verordnet:

§ 1. In den sudetendeutschen Gebieten treten mit Wirkung vom 10. Oktober 1938 in Kraft:
a) das Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz vom 22. Juli 1913 (RGBl. I. S. 5839; ferner § 3, § 4 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 2 und 4, Abs. 3 der Verordnung über die deutsche Staatsangehörigkeit vom 5. Februar 1934 (RGBl. I. S. 85) und das Gesetz zur Änderung des Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetzes vom 15. Mai 1935 (RGBl. I. S. 593),
b) die Bestimmungen im § 2 Abs. 1, Abs. 3 bis 5 und § 3 des Gesetzes über den Widerruf von Einbürgerungen und die Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit vom 14. Juli 1933 (RGBl. I. S. 480) und unter Nr. I und II zu § 2 der Verordnung zur Durchführung des genannten Gesetzes vom 26. Juli 1933 (RGBl. I. S. 538).

§ 2. Gebühren und Abgaben in Angelegenheiten der Staatsangehörigkeit werden in den sudetendeutschen Gebieten, die in die Länder Preußen und Bayern und in die ehemals österreichischen Länder Oberösterreich und Niederösterreich eingegliedert werden, nach Maßgabe des Landesrechts, in den sudetendeutschen Gebieten, die den Reichsgau Sudetenland bilden, nach Maßgabe der Tarifnummer 72 der preußischen Verwaltungsgebührenordnung vom 19. Mai 1934 (Preuß. GS S. 261) in der Fassung der II. Verordnung zur Änderung der Verwaltungsgebührenordnung vom 24. März 1936 (Preuß. GS S. 84) erhoben.

    Berlin, den 12. Februar 1939.

Der Reichsminister des Innern
Frick.:

 


Quelle: Reichsgesetzblatt 1939 I S. 206
Dr. Dr. A. Dehlinger, Systematische Übersicht über 76 Jhg. RGBl. (1867-1942), Kohlhammer Stuttgart 1943
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