Gesetz über die Landespolizei

vom  29. März 1935.

aufgehoben infolge der Politik der Zonenbefehlshaber nach 1945.

Die Reichsregierung hat das folgende Gesetz beschlossen, das hiermit verkündet wird:

§ 1. Die Reichsminister des Innern und der Finanzen werden ermächtigt, diejenigen Maßnahmen zu treffen, die
1. der Vereinheitlichung der Bestimmungen über das Dienstverhältnis, die Besoldung, die Versorgung und alle sonstigen Gebührnisse der Angehörigen der Landespolizei dienen,
2. die vermögensrechtlichen Pflichten und Rechte, die mit der Landespolizei verbunden sind (Schuldverhältnisse, Rechte und Pflichten hinsichtlich der von der Landespolizei benutzten beweglichen und unbeweglichen Sachen), sowie die Verwendung der für die Landespolizei bestimmten Geldmittel zum Gegenstand haben.

siehe hierzu die Durchführungsverordnung vom 22. Juli 1935 (RGBl. I. S. 1037) und die Verordnung vom 7. Januar 1936 (RGBl. I. S. 8, betr. Rechtsverhältnisse ihrer Angeh.).

siehe auch das Gesetz über die Überführung von Angehörigen der Landespolizei in die Wehrmacht vom 3. Juli 1935 (RGBl. I. S. 851), dem Gesetz über den Polizeikostenbeitrag der Gemeinden zu den Kosten der staatlichen Polizei vom 29. März 1935 (RGBl. I. S. 455), Erlaß über die Einsetzung eines Chefs der deutschen Polizei vom 17. Juni 1936 (RGBl. I. S. 487), das Deutsche Polizeibeamtengesetz vom 24. Juni 1937 (RGBl. I. S. 653, geänd. am 9. Juli 1939 (RGBl. I. S. 1249) und am 29. April 1940 (RGBl. I. S. 688) sowie sechs Durchführungsverordnungen), das Gesetz über Finanzmaßnahmen auf dem Gebiet der Polizei vom 19. März 1937 (RGBl. I. S. 325, samt Durchführungsverordnung vom 30. März 1937 (RGBl. I. S. 429) und Verordnung vom 19. Januar 1938 (RGBl. I. S. 39)) und das Gesetz vom 28. März 1940 (RGBl. I. S. 1582, samt Durchführungsverordnung vom 29. März 1940 (RGBl. I. S. 615)) und das Reichspolizeikostengesetz vom 29. April 1940 (RGBl. I. S. 688, samt Durchführungsverordnung vom 23. September 1940 (RGBl. I. S. 1260, ber. S. 1494)).

siehe aber das Reichskriminalpolizeigesetz vom 21. Juni 1922 (RGBI. I. S. 593) sowie das Gesetz über Polizeivollzugsbeamte vom 11. Mai 1937 (RGBl. I. S. 577).

§ 2. Das Gesetz tritt mit dem 1. April 1935 in Kraft.

für Österreich wurde durch Verordnung vom 27. Oktober 1938 (RGBl. I. S. 1633, samt Ausführungsbestimmungen vom 15. Mai 1939 (RGBl. I. S. 945)) die Bundespolizei und Gendarmerie in den Reichsdienst übernommen.

    Berlin, den 29. März 1935.

Der Führer und Reichskanzler
Adolf Hitler

Der Reichsminister des Innern
Frick

Der Reichsminister der Finanzen
Graf Schwerin von Krosigk

Mit dem vorstehenden Gesetz beginnt die Unterstellung der Landespolizei unter die Reichsbehörden, insbesondere den Reichsminister des Innern.
 


Quelle: Reichsgesetzblatt 1935 I S. 460
Dr. Dr. A. Dehlinger, Systematische Übersicht über 76 Jhg. RGBl. (1867-1942), Kohlhammer Stuttgart 1943
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© 27. Februar 2004
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