Beschluß des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik über die Zusammensetzung der Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen, Stadtbezirksversammlungen und Gemeindevertretungen.

vom 25. Februar 1974

aufgehoben durch
Beschluß des Staatsrates vom 7. Dezember 1978 (GBl. I S. 464)

Entsprechend den Vorschlägen der 11. Tagung des Zentralkomitees der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands wird auf der Grundlage des § 7 Abs. 3 des Wahlgesetzes vom 31. Juli 1963 in der Fassung vom 17. Dezember 1969 (GBl. I. 1970 Nr. 1 S. 2) beschlossen:

1. Für die Kreistage werden gewählt:
in Kreisen mit einer Bevölkerungszahl
bis zu 50 000 Einwohnern 54 bis 66 Abgeordnete
bis zu 70 000 Einwohnern 66 bis 78 Abgeordnete
bis zu 100 000 Einwohnern 78 bis 102 Abgeordnete
über 100 000 Einwohner 102 bis 144 Abgeordnete.

2. Für die Stadtverordnetenversammlungen in den Stadtkreisen werden gewählt:
in Städten mit einer Bevölkerungszahl
bis zu 50 000 Einwohnern 57 bis 107 Abgeordnete
bis zu 70 000 Einwohnern 69 bis 125 Abgeordnete
bis zu 100 000 Einwohnern 82 bis 150 Abgeordnete
bis zu 200 000 Einwohnern 107 bis 200 Abgeordnete
bis zu 500 000 Einwohnern 150 bis 225 Abgeordnete
über 500 000 Einwohner 175 bis 250 Abgeordnete.

3. Für die Stadtbezirksversammlungen werden gewählt:
in Stadtbezirken mit einer Bevölkerungszahl
bis zu 50 000 Einwohnern 57 bis 69 Abgeordnete
bis zu 70 000 Einwohnern 69 bis 82 Abgeordnete
bis zu 100 000 Einwohnern 82 bis 107 Abgeordnete
über 100 000 Einwohner 107 bis 150 Abgeordnete.

4. Für die Gemeindevertretungen und Stadtverordnetenversammlungen von kreisangehörigen Städten werden gewählt:
in Städten und Gemeinden mit einer Bevölkerungszahl
bis zu 200 Einwohnern 9 bis 15 Abgeordnete
bis zu 500 Einwohnern 11 bis 18 Abgeordnete
bis zu 1 000 Einwohnern 15 bis 23 Abgeordnete
bis zu 2 000 Einwohnern 20 bis 25 Abgeordnete
bis zu 5 000 Einwohnern 25 bis 30 Abgeordnete
bis zu 10 000 Einwohnern 30 bis 35 Abgeordnete
bis zu 20 000 Einwohnern 35 bis 45 Abgeordnete
bis zu 40 000 Einwohnern 45 bis 55 Abgeordnete
über 40 000 Einwohnern 66 bis 78 Abgeordnete.

5. Die Wahl der Nachfolgekandidaten regelt sich nach § 39 Abs. 2 der Wahlordnung.

    Berlin, den 25. Februar 1974

Der Vorsitzende des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik
W. Stoph

Der Sekretär des Staatsrates der Deutschen Demokratischen Republik
H. Eichler


Quellen: Gesetzblatt der Deutschen Demokratischen Republik 1974 Teil I. S. 92
© 12. Januar 2005

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